WWSC Frankfurt Newsblog Der Kanuverein in Rhein-Main

25/05/2015

WWSC fast volljährig in Hüningen

Filed under: Uncategorized — Hannes @ 19:59

Hallo zusammen,

so langsam trudeln am Samstag die Vereinsmitglieder des WWSC in Hüningen ein. MIt 17 Mitpaddlern/innen sind wir an diesem Tag gut vertreten auf diesem schönen Wildwasserkanal.

Die Mitfahrer/innen spiegeln die ganze Vielfalt unseres Vereins wider: Von erfahrenen Paddlern die an den schönen Spielstellen zu finden sind bis zu unseren neuen Mitgliedern, die am Vormittag ganz entspannt Kehrwasserfahren und Traversieren üben. Für jeden ist etwas dabei.

Eine Fahrt nach Hüningen lohnt sich wirklich immer – wenn Ihr Mitpaddler- und Mitfahrer/-innen sucht könnt Ihr dies auch gerne in unserem Blog posten.

Schöne Übungsstellen zum Kehrwasserfahren:

reges Treiben in Hüningen

WWSC-Treffen am Kanal:

WWSC Treff Hüningne

Anfangs findet man uns noch in den unteren Kehrwässer::

Spaß am Paddeln

Im Laufe des Tages zieht auch die Eingangswalze immer mehr Paddler an – Lars zeigt hier vollen Einsatz:

Lars gibt alles Teil 2

Dicht gefolgt von Sabine:

Sabine action 2

Zwischendurch gibt es dann noch tolle Spielstellen:

DSC_0642

An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an Patrick und Ewald für die vielen Fotos.

Die Saison hat ja gerade erst begonnen – vielleicht sehen wir uns ja bald wieder in Hüningen.

Viele Grüße

Hannes

 

03/05/2015

Alle guten Dinge sind drei: Paddeln auf Korsika

Filed under: Uncategorized — Hannes @ 17:15

Korsika-Tour vom 10.04.2015 – 17.04.2015

Wir hätten besser auf das Navi hören sollen und in Lugano von der Schweizer Autobahn runterfahren sollen. Eine Vollsperrung lässt den Puffer von zwei Stunden bis zur Ankunft in Savona rasch dahinschmelzen … Doch wir haben Glück und erreichen die Fähre gerade noch rechtzeitig vor dem Schließen der Ladeluke.

Am nächsten Morgen stärken wir (das sind Andreas, Franz, Jan und ich) uns bei unserer „Lieblingsbäckerei“ in Bastia und treffen dann Steffen mit seiner Familie bei strahlendem Sonnenschein (das gute Wetter bleibt uns – wie in den vorherigen zwei Jahren – die ganze Woche über treu) und Temperaturen um die 20 Grad beim Einstieg des Golo beim Kraftwerk. Steffen kennt die Flüsse auf der Insel aus dem „effeff“ und wir sind alle sehr froh, dass er uns wieder die ganze Woche begleitet.

Auch wenn nach der langen Winterpause die ersten Flussmeter etwas wackelig sind und sogar mit einer Rolle beginnen – gleich nach 200 Meter wartet eine nette Walze – paddeln wir uns schnell ein und haben bei Mittelwasser viel Spaß auf dem Bach.

Am Nachmittag beziehen wir dann unser Haus in der Nähe von Ghisonaccia (Ostküste). Bei den doch frischen Nachttemperaturen genießen wir den Luxus des Hauses und dies zu einem Preis  der pro Person mit den Campingplatzgebühren gleichzusetzen ist.

Sonntag geht’s dann zur Tavignano – Schlucht (148 cm). Da wir bereits den oberen Tavignano paddeln und wir mit Steffen mehrere Stellen einsehen dauert diese Paddeltour sechs Stunden. Die Schlucht (es sind eigentlich zwei Schluchten) ist wirklich beeindruckend. Spannend sind  – je nach Wasserstand – die Eingangswalzen vor den Schluchteingängen. Den Unterschied merken wir am Donnerstag, als wir bei 158 cm die Schlucht nochmals fahren – es fehlen jetzt zwar die Steine, dafür ist besonders die Walze vor der zweiten Schlucht deutlich kräftiger.

Tolle Lichteffekte und beindruckende Felswände in der ersten Schlucht:

Tavignano Schlucht Gruppenbild

Die Einfahrt zur zweiten Schlucht:

Einfahrt Schlucht

Stillleben in der zweiten Schlucht:

Tavignano-Schlucht Stilleben

Am nächsten Tag wagen wir uns auf den Fium Orbu – im letzten Jahr hatte Andreas und mich der Fluss so gefordert, dass wir die Paddeltour vorzeitig beendeten. Dieses Jahr wollten wir es – bei einem moderaten Wasserstand (52 cm) – nochmals versuchen. Der nur 3 km lange Abschnitt bietet wirklich Wildwasser von Feinsten – ist aber – zumindest bei meinem Könnensstand – eine echte Herausforderung. Gleich an Anfang warten schon – in enger Abfolge – die ersten spannenden Abfälle:

Fium Orbu Andreas Anfang

Wir sind unheimlich froh, dass Steffen uns immer die optimale Route vorfährt – Andreas paddelt bis auf diese Doppelstufe sogar alle Passagen des Flusses (inkl. der berühmten Aphrodite-Walze). Hier zeigt uns Steffen, wie mit dem richtigen Boofschlag die Doppelstufe gepaddelt wird:

Fium Orbu Steffen Stufe

Es folgen noch viele weitere Abfälle und Schwallstrecken:

Fium Orbu Schwallstrecke

Am Ende erreichen wir überglücklich den Ausstieg – zumindest mir war nach dieser Tour klar, dass ich noch ordentlich an meiner Paddeltechnik arbeiten sollte …

Dienstag folgt dann der Höhepunkt dieser Paddelwoche: Nachdem im letzten Jahr der Wasserstand zu hoch war fahren wir endlich einmal einen Abschnitt (Mittellauf – 3. Etappe bei Nieder- bis Mittelwasser) des berühmten Taravo. Dieser Fluss bietet auf über 40 KM Wildwasser in allen Schwierigkeitsbereichen. Alleine schon die lange Anfahrt über die Berge (Durchschnittsgeschwindigkeit von max. 40 km/h) ist beeindruckend. Auch wenn wir die leichteste der vier Etappen paddeln waren wir so schwer beeindruckt von dem Taravo, dass wir ihn einstimmig zum schönsten Bach wählten. Der Fluss baut sehr viel Gefälle ab und bietet das berühmte korsische „drop and pool-feeling“. Hier ein paar Bilder dieses traumhaften Baches.

Die ca. 3 m hohe Stufe am Anfang des Baches machte so viel Spaß, dass einige von uns diese Passage mehrfach fuhren:

Taravo - Andreas Abfall

Der Bach mit seinen vielen Stufen ist ideal zum Lernen des „Boofens“:

DCIM100MEDIA

Steffen fährt uns wieder die Ideallinie vor:

Abfall Steffen

Total erschöpft, aber mit einem breiten Grinsen im Gesicht erreichen wir nach fünf Stunden intensiven Paddelns den Ausstieg: Was für ein toller Bach!

Den Folgetag lassen wir bewußt ruhig angehen; bei gemütlichen 143 cm paddeln wir den unteren Veccio. Der Einstieg lädt mit der hübschen genuesischen Brücke und dem glasklaren Wasser (das wir auf allen Bächen hatten) zum Fotografieren ein:

DCIM100MEDIA

Donnerstag stand ja nochmals die Tavignano-Schlucht an – diesmal waren wir auch schneller als beim ersten Mal („second run – double fun“).

In der Nacht zum Freitag haben wir Glück: Es regnete und der Pegel des Asco steigt sogar auf 104 cm. Die Tage davor war der Pegel zu niedrig. Bei diesem Pegel sind zwar die Durchfahrten einfacher aber die Walzen deutlich kräftiger. Wir hatten uns auf eine entspannte Abschlusstour eingestellt – aber schon gleich am Einstieg zeigte sich, dass jetzt nochmals volle Konzentration an den Schlüsselstellen gefordert war. Die Standardstrecke des Asco ist wirklich ein Traum – inmitten der wildromantischen Landschaft bietet der Asco viele interessante Stellen mit Spielpotential.

Unsere beliebte „Asco-Boof-Stelle“:

DCIM100MEDIA

Viel zu schnell sind unsere sieben Paddeltage vorbei – Freitag Nacht stoßen wir an Bord der Fähre auf diese traumhafte Insel an. Wer weiß, vielleicht gibt es ja noch ein viertes Mal …

Mehr Fotos von der Tour und den Flüssen findet ihr unter:
https://www.flickr.com/photos/janthepic/sets/72157651981753186/

Viele Grüße

Hannes

 

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