WWSC Frankfurt Newsblog Der Kanuverein in Rhein-Main

03/08/2014

Schwimmbadtraining 8. August – wer hat Lust das Bergen von Kajaks zu üben?

Filed under: Uncategorized — Hannes @ 19:31

Hallo zusammen,

bei der letzten Paddeltour habe ich festgestellt, dass es gar nicht so einfach ist, ein vollgelaufenes Kajak im fließenden Wasser zu bergen.

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Dies würde ich jetzt gerne einmal beim nächsten Training am 8.8. üben.

Wer Lust hat mitzumachen, kann sich ja kurz melden. Bitte bringt Wurfsack und Euer Kajak mit. Wir können die Strömung dann „simulieren“, indem einer das Kajak mit dem Wurfsack durchs Wasser zieht (ich bringe eine Umlenkrolle, Bandschlaufen und Karabiner mit) und der andere versucht es aus seinem Kajak heraus umzudrehen und mit dem Cowtail zu bergen (vorher prüfen wir aber, ob die „Panikauslösung“ funktioniert).

Viele Grüße

Hannes (hansjoerg.best@web.de)

Erfahrungsbericht bayrische Klassikertour vom 25.-27.07.2014

Filed under: Uncategorized — Hannes @ 18:36

Die Zeit wird langsam knapp – obwohl Kathi und ich bereits um 12.30 Uhr gestartet sind haben wir zwei Stunden später – aufgrund des Ferienbeginns in Hessen – immer noch nicht Würzburg erreicht. Dabei war ausgemacht, dass wir um 17.30 Uhr an der Einstiegsstelle der Loisach sind, wo wir uns mit Sven und Andy Stahl treffen.  Seit 15 Jahren warte ich darauf, endlich einmal die Loisach zu paddeln – jetzt sollte es doch einmal klappen …

Als wir endlich auf die A7 abbiegen lichtet sich endlich der Verkehr und wir schaffen es fast pünktlich. Am Parkplatz treffen wir auch auf Jonas, der die Loisach sehr gut kennt und uns durch die vielen unübersichtlichen Stellen der Loisach super vorfährt. Andi und Sven paddeln mit Ihren Spielbooten im wahrsten Sinne des Wortes „spielerisch“ die Loisach ab und kriegen jedes noch so kleine Kehrwasser. Mit meinem Creeker komme ich mir etwas überdimensioniert vor, bin aber gleichzeitig dankbar für das gutmütige Fahrverhalten.

Am Ausstieg verabschieden wir uns voneinander, da Sven und Andi nach mehreren Tagen in Plattling wieder die Heimreise antreten – auf Andi wartet am Folgetag schon die nächste Paddeltour an die Durance.

Kathi und ich treffen dann auf unsere Mitpaddler am Campingplatz Isarhorn. Heike und Dieter haben uns einen tollen Platz direkt an der Isar freigehalten.

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Neben Kathi, Michael & David, Heike & Dieter sind noch Ewald (ein Kumpel von Kathi von einem fränkischen Kajakverein) und Tom dabei. Tom hat eine Kajaklehrerausbildung in Deutschland und Frankreich gemacht und bei der Isar-Tour zeigt sich, dass er nicht nur ein super Paddler ist, sondern auch souverän Kajaks bergen kann.

Aufgrund der niedrigen Pegelstände entscheiden wir uns, zuerst die Ammer zu paddeln. Mit bangen Blick schauen wir auf die Paddlerampel beim Einstieg. Glück gehabt – die Ampel ist noch auf grün:

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Mit Ausnahme der Regel, dass maximal fünf Paddler gleichzeitig fahren dürfen (wir sind acht!) und KEINE KEHRWÄSSER angefahren werden sollen (wer hat sich bloß diese Regel ausgedacht?) halten wir uns an die Befahrungsregeln und steigen auch nur an den „ausgewiesenen Haltenplätzen“ aus. So schön der Fluss auch ist – hier waren Bürokraten am Werk!

Vor der Scheibum sammeln wir uns im Kehrwasser:

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und dann fährt Tom die optimale Linie vor. So wenig Wasser hatte ich noch nie auf der Ammer – dennoch reichte der Wasserstand für eine Menge Spaß …

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Nach der Scheibum treffen wir uns in der schönen „Kammerl“. Danach gibt es einige nette Naturstufen.

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Schon bald darauf erreichen wir auch die berühmten Schleierwasserfälle:

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Viele schöne Kehrwasser und immer wieder Schwallabschnitte garantieren Genußpaddeln bis zum Erreichen der Bootsrutsche:

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Die letzten zwei Kilometer bis zum Ausstieg hätten wir uns mehr Wasser gewünscht – aber es reichte gerade so. Dafür wartet ein heftiger Gewitterschauer, der die ganze Nacht anhält, solange, bis wir uns umgezogen, die Boote verladen und trocken ins Auto eingestiegen sind.

Die regenreiche Nacht wird ein Belastungstest für die Zelte und ich schlafe auch mit einem etwas unguten Gefühl ein, da mein Zelt direkt am Ufer der Isar und der Pegel in der Nacht ordentlich gestiegen ist.

MIt trockenen Füssen wache ich auf und der Regen hört pünktlich zum Frühstück auf. Nachdem wir zusammengepackt haben geht es zum Parkplatz von Scharnitz wo wir das Bootstaxi bestellen, dass uns nach wenigen Minuten bereits zu unserer Einsatzstelle inmitten des Karwendelgebirges bringt.

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Noch schnell ein Gruppenbild und dann geht es auf die obere Isar:

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Annette hatte mich vor der Tour schon vorgewarnt, dass es auf der oberen Isar kaum Kehrwässer gibt – bei dem Mittelwasserstand war es tatsächlich bis zur Schlucht und auch innerhalb der Schlucht sehr schwierig passende Kehrwässer zu finden.

MIt viel Speed erreichen wir den Eingang zur Schlucht. Jetzt zahlt es sich aus, dass wir gestern so viele Kehrwässer angefahren sind. Die ganze Gruppe quetscht sich in das letzte Kehrwasser vor dem Eingang der Schlucht.

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Die Einfahrt ist etwas „tricky“ und wir sichern diese gut ab.

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In der sehr schönen und einsamen Schlucht gibt es doch einige Verwirbelungen und Presswasser und wir haben dort zwei Schwimmer. Persönlich fehlte mir die Erfahrung, wie man ohne Kehrwasser ein Kajak rettet – dank Tom können wir die Kajaks bergen und die Tour dann gemeinsam fortsetzen.

Die Schlucht der oberen Isar:

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Am Ende kommen allen wohlbehalten an und wir hatten zusammen eine Menge Spaß:

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Fazit dieser Tour: Die Ammer ist für Gruppen wirklich empfehlenswert – der oberen Isar würde ich im Nachhinein lieber andere Bäche vorziehen. Aber die Gruppe war super und das ist doch das, was bei einer solchen Tour am meisten zählt …

Viele Grüße

Hannes

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